+49 157 75228823 oder +49 172 6046091 info@nvc-trainer-akademie.com

Mit der Interviewserie “Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen” möchten wir Neulingen im Trainingsgeschäft handfeste und praxisrelevante Tipps geben für Marketing, Akquise und Selbstmanagement.

ingrid.jpgWir freuen uns sehr, für das erste Interview Ingrid Holler aus München gewonnen zu haben, die seit 1986 mit ihrer Firma Ingrid Holler & Team am Markt ist.

Welchen Grundberuf oder Erstausbildung hast du?
…Studienrätin (Englisch/Deutsch)

Welche Fortbildungen hast du speziell für Deine Trainertätigkeit absolviert?
…Didaktik+ganzheitliche Lernmethoden (Suggestopädie), Rhetorik/Präsentation+SoftSkills, Kommunikation, Mediation, Trainerin in Industrie und Wirtschaft, Improtheater, Gewaltfreie Kommunikation, u.v.m.

Wie würdest du den Schwerpunkt deiner Tätigkeit beschreiben?
Aus- und Weiterbildung in Kommunikation, Mediation und Coaching, EinzelCoaching und Mediationen

Aus welchen Arbeitsbereichen oder Organisationen kommen deine Kunden / Klienten / Teilnehmerinnen hauptsächlich?
In unseren Seminaren ist ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung und Arbeitsbereiche vertreten (Leid kennt keine Grenzen).

Was hast Du am Beginn Deiner Karriere getan, um an Deine ersten Klienten, Kunden, TeilnehmerInnen zu kommen?
…Anzeigen geschaltet, um offene Seminare anzubieten / Vorträge über die Themen gehalten, um bekannt zu werden / Internet-Auftritt / Präsentationen in Firmen, die ich „kalt“ akquiriert habe. D.h. einfach anrufen, ohne jemanden vorher zu kennen / Massenversand. In diesen Aktivitäten das Thema bereits spürbar machen. Auch „dranbleiben“ und das Angebot konstant aufrecht erhalten – egal wie viele Leute kamen, meine Seminare haben immer stattgefunden (Verlässlichkeit).
Zu all dem hatte ich ein begleitendes Coaching, das seinerzeit vom Berliner Senat gesponsert wurde.

Welche Form des Marketings war für dich im Rückblick die erfolgreichste?
Die innere Haltung: Wenn ich etwas bekommen möchte, muss ich erstmal etwas geben und: – mit Herzblut bei der Sache sein. Das ist in alle meine Marketing-Aktivitäten eingeflossen, z.B. in Form einer guten Vorbereitung aller Aktivitäten. So ist es mehr und mehr gelungen, Interesse zu wecken und eine Verbindung zu meinen „KundInnen“ herzustellen. (Sicherheit und Vertrauen)

Das ist auch in meine Seminare eingeflossen. Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, sie so gut wie möglich zu machen, und es kommt wohl meine Freude an der Sache rüber und auch die Überzeugtheit. Dadurch hatte ich recht bald Empfehlungen auch für Unternehmensseminare. (Authentizität, Freude, Geborgenheit)

Wenn du zu Beginn deiner Selbständigkeit gewusst hättest, was du jetzt weißt, was hättest du anders gemacht in Bezug auf Dein…
– Marketing?
Ich würde heute die Kaltakquise, den Massenversand und die Unternehmenspräsentationen wegen Erfolglosigkeit weglassen. Präsentationen werden von Weiterbildungsleuten gerne benutzt, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Von Anfang an hätte ich einen guten Internet- Auftritt – den gab es halt 1986 noch nicht so wie heute.

– Networking?
vielleicht weniger im KollegInnenkreis, denn das war sehr bezogen auf Aufträge, weniger auf Unterstützung – und hat in Bezug auf Aufträge so gut wie nichts gebracht – alle waren auf der Suche nach Aufträgen / auch die Teilnahme an diversen Berufsverbänden, da war es ähnlich, dort werden auch kostenlose Präsentationen geschätzt, um informiert zu sein. Dennoch haben mir der Austausch und die Kontakte Freude gemacht, und es war gut zu erleben, dass andere auf einem ähnlichen Weg sind.
Heute lege ich den Schwerpunkt nur noch darauf, welcher Austausch mir Freude macht und/oder andere Bedürfnisse erfüllt.

– Geld und Finanzen?
meine Balance von Umsatz und Investition hat sich bewährt

– Seminare / Trainings / Beratungen?
auch Aufbau und Struktur meines Angebots bewähren sich

– Selbst- und Zeitmanagement?
Ich würde mir gerade zu Beginn ein persönlichkeitsbezogenes GFK-Coaching leisten, um auch mit den Zweifeln usw. produktiv umgehen zu lernen – damals fand ich leider nichts Passendes.

Was würdest du Newcomern im Trainingsgeschäft empfehlen?
1. Soviel Empathie wie möglich, sich selbst und KundInnen gegenüber, auch mit begleitender Unterstützung.
2. Sich mit Begeisterung in die Sache stürzen und schauen, dass die Freude anhält. Dranbleiben + durchhalten.
3. Die Qualität von Anfang an so gut wie möglich gestalten.
4. Einen Internet-Auftritt, der das Angebot „spürbar“ macht.
5. Nicht unterschätzen, dass TrainerIn ein richtiger und sehr herausfordernder Beruf ist, sprich: auch die didaktischen Kompetenzen aufzubauen.
6. Die Herausforderungen einer selbständigen Existenz nicht unterschätzen – sich selbst prüfen, ob man dieser Unsicherheit gewachsen ist.

Welche Frage hättest Du gerne gestellt bekommen? (Bitte auch gleich beantworten ;o)
Brauchst du Unterstützung? JA.

Diese Website verwendet Cookies. Durch Nutzung unserer Seiten stimmen sie deren Verwendung zu. Weitere Informationen

Die Cookie Einstellungen dieser Webseite sind auf "Cookies erlauben" eingestellt um Ihnen die Nutzung dieser Seite zu erleichtern. Wenn Sie diese Seite nutzen und die Cookies Einstellung beibehalten oder auf "Annehmen" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Schließen